Traurigkeit – Trauer – Selbstmitleid
Traurigkeit – Zeigt auf
Trauer – Transformiert
Selbstmitleid – Darf losgelassen werden …
Sehen wir uns einmal die einzelnen Begriffe an. Blicken wir tiefer:
Traurigkeit
„Ich fühle mich heute morgen einfach traurig.“, „Ich brauche einen Moment für meine Tränen.“
Traurigkeit ist ein Gefühl.
Ein innerer Wetterumschwung, der zeigt, dass etwas berührt, verletzt oder unerfüllt ist. Sie ist meist situativ, fließend und ehrlich. Traurigkeit zeigt an, dass etwas Bedeutung hat. Sie ist ein Signal, kein Zustand.
Sie öffnet.
Sie macht weich.
Sie zeigt, wo etwas fehlt oder wo etwas gesehen werden möchte.
Traurigkeit ist wie ein stiller Besucher, der sagt: „Schau hin.“
Trauer
„Ich vermisse, was einmal war.“, „Es tut weh, aber da muss ich durch.“
Trauer ist ein Prozess.
Sie beginnt dort, wo etwas unwiderruflich verloren ging: ein Mensch, eine Beziehung, eine Lebensphase, ein Bild von sich selbst. Trauer ist nicht nur ein Gefühl, sondern ein Weg, der durch verschiedene Landschaften führt — Schmerz, Erinnerung, Neuorientierung, Integration.
Sie verwandelt.
Sie ordnet neu.
Sie schafft Raum für ein Leben mit dem Verlust.
Trauer ist wie ein innerer Übergangsritus, es ist eine Transformation: Sie führt durch die Dunkelheit, damit etwas Neues entstehen kann – im Licht.
Selbstmitleid
„Warum passiert das immer mir?“, „Jetzt bin ich ganz allein!“
Selbstmitleid ist eine „Schleife“, der Lauf in einem Hamsterrad.
Es ist das Festhalten an der eigenen Verletzung, oft verbunden mit dem Wunsch, gesehen, bestätigt oder gerettet zu werden. Selbstmitleid ist kein Gefühl, sondern ein mentales Muster, das das eigene Leid zentriert und vergrößert.
Es fixiert statt zu öffnen.
Es hält fest statt zu wandeln.
Es macht klein statt zu verbinden.
Selbstmitleid ist wie ein Nebel, der sich selbst verdichtet, solange man ihn nicht bewusst durchschreitet.
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Wie komme ich aus dem Selbstmitleid?
Während Traurigkeit und Trauer immer ihren Platz haben, essentielle Bestandteile des menschlichen Lebens sind, darfst du das Selbstmitleid „noch einmal in den Arm nehmen“ und dann liebevoll loslassen.
Zualler-Erst gilt es zu erkennen, daß es Selbstmitleid IST. Dafür habe ich diese Unterscheidungen definiert. Dann gilt es ein neues Wort zu finden. Übe dich in „Selbst-Mitgefühl„, der erste, essentielle Schritt. Wenn dem noch nicht genug ist, schreibe doch dem Selbstmitleid – nun Selbst-Mitgefühl einfach einen Brief … gib ihm damit Raum und dann schreibe ihm selbst eine Antwort, ohne zu bewerten, ohne Frage- und Rufzeichen, zeige dein Mitgefühl …
… du kannst auch gerne ein Spiel mit dem Selbstmitleid veranstalten, übertreibe es ganz bewusst. Spiele den tragischen Helden, das Klageweib und erkenne dabei die darin innewohnende Absurdität.
Übertreibe dabei ruhig. Ziel ist die Selbsterkenntnis und vielleicht kannst du das Thema ja mit einem herzlichen Lachen abschließen.
Achtsam eingesetzter Humor heilt, er transformiert, ebenso wie die Trauer. Nicht umsonst heisst es: „Humor ist, wenn man TROTZDEM lacht!„.
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Mein Name ist Wolfgang Lugmayr, ich bin Druide und Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer und kenne alle drei Gefühle sehr gut … aber ich habe gelernt, das Selbstmitleid (einmal mehr, einmal weniger) rasch zu erkennen und loszulassen.
Zur Trauer
Gerne sehe ich mir das Thema Trauer und Traurigkeit mit dir an den Lebensquellen – z.B. in einer Klangreise oder Achtsamkeits-Sprechstunde – an und/oder gestalte gemeinsam mit Alexandra Ebster, einer wunder- wie kraftvollen Schamanin, eine Trauerzeremonie für dich – herzenszeremonien.com
Kontakt: wolfgang@lebensquellen.net
Bilder: 2x KI-unterstützt bzw. 1x Lisa Theresa Photography






